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Pädiatrische Rehabilitation


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Kleinkind spielt mit Holzbausteinen.

In der Ergotherapie werden motorische, sensorische, emotionale, kognitive, soziale und kulturelle Aspekte als verflochtene Teile einer einzigen Geschichte betrachtet – der Geschichte, die jedes Kind ausmacht. Unsere Aufgabe ist es, die notwendigen Bedingungen für Lernen zu schaffen, damit Ressourcen sichtbar werden, sich verwandeln und zu im Alltag nutzbaren Kompetenzen werden können. Jedes Kind ist ein ganzheitliches Individuum voller Ressourcen und Potenzial.

Im Zentrum unserer Arbeit steht eine besondere Beziehung, geprägt von Respekt, Zuhören und Mitgehen. Gemeinsam mit den Eltern gestalten wir einen personalisierten Weg und teilen Einschätzungen, Ziele und Interventionsformen. Wir arbeiten mit Kinderärzt:innen, Logopäd:innen, Lehrpersonen, Pädagog:innen und weiteren Fachpersonen zusammen, um eine kohärente und koordinierte Unterstützung sicherzustellen.

Die pädiatrische Intervention gliedert sich in verschiedene Schritte:

1. Erstbeurteilung: Sie findet in zwei ärztlich verordneten Sitzungen statt und wird von den Krankenkassen übernommen. Durch eine ausführliche Anamnese, standardisierte Instrumente wie Tests und klinische Beobachtungen sammeln wir Informationen über die Fähigkeiten, Schwierigkeiten und den Lebenskontext des Kindes. Wenn wir am Ende dieser Phase einen Bedarf für unsere Intervention sehen, definieren wir gemeinsam mit der Familie die therapeutischen Ziele und teilen sie mit den beteiligten Fachpersonen.

2. Behandlungsbeginn: Während der Sitzungen werden verschiedene rehabilitative Methoden eingesetzt, die über die natürliche Sprache der Kindheit vermittelt werden – das Spiel, der stärkste Motor des Lernens. Jede Sitzung wird nach den Zielen und der Motivation des Kindes vorbereitet. So arbeiten wir mit verschiedenen wissenschaftlich fundierten Ansätzen an drei zentralen Komponenten:

Körperliche und sensorische Funktionen: Fein- oder Grobmotorik, visuelle und visuo-manuelle Koordination, grafomotorische Fähigkeiten, Tonus und Haltung, Gleichgewicht, Selbstständigkeit in den Aktivitäten des täglichen Lebens, Propriozeption und Interozeption, Körperwahrnehmung und Körperschema.

Kognitive Funktionen: Gnosien und Praxien, visuell-räumliche Fähigkeiten, Schwierigkeiten mit Konzentration und Planung, Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsprobleme, Schwierigkeiten im logischen Denken.

Emotionale Funktionen: Impulskontrolle, Sicherheit und Bindung, Selbstwert und Kompetenzgefühl, Umgang mit Angst, Befürchtungen oder Frustration, emotionale Regulation.

3. In regelmässigen Abständen wird mit der Familie eine Re-Evaluationssitzung vereinbart, um die zu Beginn festgelegten Ziele zu überprüfen und zu entscheiden, ob weitere Schwierigkeiten bearbeitet werden sollen oder ob die Behandlung abgeschlossen werden kann.

Ziel ist es, alle drei Komponenten miteinander in Verbindung zu bringen, damit das Kind die erhaltenen Reize integrieren und dadurch seine Leistung in höheren exekutiven Funktionen steigern kann.

Wenn nötig, werden Schulbesuche oder Beobachtungen im häuslichen Umfeld durchgeführt. Dort werden Empfehlungen ausgesprochen, um Aufgaben und Umgebungen anzupassen, Hindernisse zu verringern und Selbstständigkeit, Teilhabe und Wohlbefinden im Alltag zu fördern. Eltern können zudem Spielideen und Aktivitäten erhalten, um die Entwicklung auch in alltäglichen Situationen zu unterstützen.

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